Die 1. Mannschaft, die sich aus den Spielern Willi Landefeld, Karl Brom­bach, Karl Schultes, Walter Schug, Felix Schönenborn, Jakob Ippen, Franz Köb, Josef Lohmar, Robert Pütz, Jean Höndgesberg, Paul Zimmermann, Toni Schönenborn und Jakob Dunkel zusammensetzte, spielte im Grün­dungsjahr zunächst in der untersten Klasse, der C-Klasse. Der erste Satz Trikots, der von dem englischen Besatzungssoldaten, im Volksmund «Jack» genannt, beschafft wurde, war ein blaues Hemd mit gelben Ärmeln.

Der Verein – Historie

Der Sportverein 1919 Lohmar e. V. feiert heute sein 50 jähriges Bestehen. Dieser Tag ist uns ein Anlass, auf die verflossenen fünf Jahrzehnte zurückzublicken und all jener zu gedenken, die unseren Verein ins Leben gerufen und sieh um seinen Fortbestand verdient gemacht haben. Unser Rückblick über die Vorkriegszeit stützt sich im Wesentlichen auf Erinne­rungen älterer Mitglieder und kann nicht als lückenlos angesehen werden. Deshalb bitten wir um Verständnis, wenn nicht alle verdient Mitar­beiter genannt sein sollten.

Jahrhunderte hindurch haben die alten Volksbräuche in enger Verbindung mit dem Kirchenjahr den Lebenslauf des ländlichen Menschen begleitet und ausgeschmückt. Die moderne Zivilisation hat nach und nach die her­kömmlichen Volksbräuche durch sportliche Betätigung verdrängt. Heute regiert unter den vielen Sportarten der Fußball, als populärstes und zum allgemeinen Volkssport gewordenes Ballspiel.

Aus der Pionierzeit

Die Geburtsstätte des Fußballsports in Lohmar war die «Bordweck», ein ausgedehntes Waldstück, das sich an der Nordseite der Lohmarer Burg bis zum Ufer der Agger hinstreckte. Dieser Wald mit seinen angrenzen-den Wiesen war schon in den Jahren zwischen 1890 und 1900 Ort einiger Sommerfeste gewesen, die von den Ortsvereinen dort geplant und durch-geführt worden waren. Der Turn- und Sportverein aus Siegburg hatte sich dann einige Jahre später dort zu einem Sommerfest eingefunden und ein Fußballspiel gegen eine Mannschaft des Lohmarer Jünglings­vereins ausgetragen. Das Spiel wurde mit viel Neugier verfolgt, und keiner ahnte, dass es einmal zu einer weltweiten Sportart werden sollte.

Der Jünglingsverein spielte unter anderem auch gegen DJK Siegburg, Spich und St. Anno. Weiter intensiviert wurde das Fußballspiel Ende des 1. Weltkrieges durch die Besatzungsmächte, in Lohmar besonders durch die Engländer, die auf der «Bachwiese» des Grafen von Spee einen Sportplatz herrichteten, auf dem sie Fußball und Polo spielten.

Im Jahre 1919 beschlossen einige Mitglieder des Jünglingsvereins, einen eigenen Verein zu gründen, in dem dann auch regelmäßig in einer Fuß-ballklasse gespielt werden sollte. Dieser Beschluss ist umso verständlicher, als die damaligen Jünglingsvereine als wilde Mannschaften spielten und kaum noch Gegner fanden.

Zum Kreis der Gründer, die sich im Gasthaus «Zur Linde» einfanden, gehörten: Karl Brombach, Johann Dunkel, Heinrich Eimermacher, Jean Höndgesberg, Jakob Ippen, Peter Klein, Heinrich Klein, Willi Landefeld, Jakob Müller, Felix Schönenborn, Toni Schönenborn, Walter Schug, Karl Schultes, Hugo Steimel und Paul Zimmermann. Ferner nahmen an der Gründungsversammlung die Jugendlichen Peter Höndgesberg, Anton Lehr und Josef Schmitz teil.

Als die Engländer ein Waldlager in der Nähe des Ziegelfeldes erhielten, legten sie auf der «Gemeindewiese» am Ausgang des Dorfes nach Sieg­burg einen neuen Sportplatz an, der auch als Exerzierplatz benutzt wurde. Der neugegründete Sportverein Lohmar half nach Kräften mit und konnte dadurch diesen Platz für seine Spiele und das Training benutzen.

Die 1. Mannschaft, die sich aus den Spielern Willi Landefeld, Karl Brom­bach, Karl Schultes, Walter Schug, Felix Schönenborn, Jakob Ippen, Franz Köb, Josef Lohmar, Robert Pütz, Jean Höndgesberg, Paul Zimmermann, Toni Schönenborn und Jakob Dunkel zusammensetzte, spielte im Grün­dungsjahr zunächst in der untersten Klasse, der C-Klasse. Der erste Satz Trikots, der von dem englischen Besatzungssoldaten, im Volksmund «Jack» genannt, beschafft wurde, war ein blaues Hemd mit gelben Ärmeln.
Die 1. Mannschaft, die sich aus den Spielern Willi Landefeld, Karl Brom­bach, Karl Schultes, Walter Schug, Felix Schönenborn, Jakob Ippen, Franz Köb, Josef Lohmar, Robert Pütz, Jean Höndgesberg, Paul Zimmermann, Toni Schönenborn und Jakob Dunkel zusammensetzte, spielte im Grün­dungsjahr zunächst in der untersten Klasse, der C-Klasse. Der erste Satz Trikots, der von dem englischen Besatzungssoldaten, im Volksmund «Jack» genannt, beschafft wurde, war ein blaues Hemd mit gelben Ärmeln.

Der erste richtige Lederball wurde von der Wirtin des «Hotel zur Linde», Frau Gertrud Knipp gestiftet. Viele Spieler spielten zuerst mit normalen Straßenschuhen. Zu den meisten Auswärtsspielen musste mit dem Fahr­rad gefahren werden; nur zu Spielen in die Bonner Gegend wurde ein alter Lieferwagen benutzt.

Nachdem eine Reihe von Gesellschaftsspielen durchgeführt war, rüstete man sich zur Meisterschaft 1919/20. Die Vereinsfarben waren in der Folgezeit schwarz-rot. Sie wurden nach dem untenstehenden Bild erst­malig von folgenden Spielern getragen:

on links nach rechts:Toni Schönenborn, Jakob Ippen, Johann Dunkel, Heinrich Boddenberg, Josef Büscher, Karl Arz, Karl Schultes, Paul Zimmermann, Felix Schönenborn, Jean Höndgesberg, Heinrich Klein und Hugo Steimel (2. Vorsitzender)
on links nach rechts:Toni Schönenborn, Jakob Ippen, Johann Dunkel, Heinrich Boddenberg, Josef Büscher, Karl Arz, Karl Schultes, Paul Zimmermann, Felix Schönenborn, Jean Höndgesberg, Heinrich Klein und Hugo Steimel (2. Vorsitzender)

Die ersten großen Erfolge

Nach einigen Jahren in der C-Klasse wurde die Meisterschaft errungen und somit der Aufstieg in die B-Klasse erreicht. Die damaligen Gegner hießen: Herchen, Uckerath, Merten und Vereine aus der Bonner Gegend. Im gleichen Jahr wurde nach Abschluss der Meisterschaft an der Pokalrunde teilgenommen. Die Mannschaft erreichte das Endspiel, das auf dem Platz von Troisdorf 05 stattfand. Nach einigen Minuten Spielzeit musste Martin Laufenberg mit einem Schienbeinbruch ins Troisdorfer Krankenhaus gebracht werden. Trotz dieses Handicaps spielte die Mannschaft mit bemerkenswertem Einsatz weiter und erzwang ein Unentschieden. Nach der 1. Verlängerung war immer noch kein Sieger ermittelt, doch in der 7. Minute der 2. Verlängerung gelang Paul Zimmermann das siegbringende Tor und Lohmar war erstmalig in seiner jungen Vereinsgeschichte Pokal­meister.

Nachstehendes Bild zeigt die Mannschaft nach der Überreichung des Pokals. Franz Allmann, Baltasar Dunkel, Jean Höndgesberg, Karl Arz, Paul Zimmermann, Toni Schönenborn, Anton Arz, Felix Schönenborn, Peter Höndgesberg, Anton Pilier, Gerhard Schönenborn, Josef Schmitz, Johann Dunkel, Wilhelm Schneppenheim (Linienrichter) und die Herren des Vorstandes Hugo Steimel, Peter Klein und Jakob Berg
Nachstehendes Bild zeigt die Mannschaft nach der Überreichung des Pokals. Franz Allmann, Baltasar Dunkel, Jean Höndgesberg, Karl Arz, Paul Zimmermann, Toni Schönenborn, Anton Arz, Felix Schönenborn, Peter Höndgesberg, Anton Pilier, Gerhard Schönenborn, Josef Schmitz, Johann Dunkel, Wilhelm Schneppenheim (Linienrichter) und die Herren des Vorstandes Hugo Steimel, Peter Klein und Jakob Berg

Sofort nach dem Spiel besuchten Mannschaft, Betreuer und Vorstand den verletzten Mitspieler im Troisdorfer Krankenhaus, um ihm den ersten Schluck aus dem gewonnenen Pokal zu reichen. Anschließend ging man geschlossen ins Troisdorfer Vereinslokal und ahnte nicht, was mittlerweile in Lohmar geschah. Am Ortseingang, in der Nähe des damaligen Sportplatzes, wurde die sieg-reiche Elf von einer großen Schar begeisterter Lohmarer, unter ihnen Bürgermeister Schultes und Abordnungen aller Ortsvereine, gebührend empfangen. Mit einer schnell besorgten Musikkapelle und den Ehrenjung­frauen geleitete man die Spieler zum Vereinslokal Schnitzler. Dort wurde der Pokal des Öfteren gefüllt und zum Trunk gereicht. Um allen Sport-begeisterten die Trophäe zugänglich zu machen, dekorierte man kurzerhand ein Schaufenster in der damaligen Metzgerei Zimmermann (heute Zigarrenhaus Eich) und stellte sie aus.

Im Jahre darauf wurde das Pokalendspiel wiederum erreicht. Der Gegner war diesmal der Bonner Spielverein. Nachdem der SV Lohmar zur Pause bereits mit 2:0 führte, glaubten alle an einen erneuten Pokalgewinn und rüsteten für ein weiteres Volksfest. Aber der Bonner SV trumpfte in der 2. Halbzeit groß auf und überraschte die Lohmarer Mannschaft mit 4 Toren, sodass sich unsere Elf als Vizemeister zufrieden geben musste. Zu Ostern gelang es der Vereinsführung den weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Kölner Ballspielklub zu verpflichten. Den größten Erfolg erzielte der SV Lohmar 10 Jahre nach seiner Grün­dung in der Spielzeit 1929/30, als die Meisterschaft der damaligen Gauklasse errungen und damit der Anschluss an die besten Vereine im Siegkreis erreicht wurde.

Hier die siegreiche Mannschaft:Stehend von links nach rechts:Paul Zimmermann, Franz Hallberg, Johann Müller, Josef Schmitz, Josef Eimermacher, Gerhard Schönenborn, Bernhard Müller, Toni Pilier.Sitzend von links nach rechts:Felix Schönenborn, Peter Höndgesberg und Johannes Postertz. Aus dieser Mannschaft wurden auch 4 Spieler in die Auswahlmannschaft des Siegkreises berufen.

Es waren: Josef Eimermacher, Toni Piller, Johannes Postertz und Josef Schmitz. In den folgenden zwei Jahren spielte unsere 1. Mannschaft in der Meister­schaft mit wechselndem Erfolg gegen die Mannschaften von Hertha Rheidt, Sportfreunde Sieglar, TuS Oberlar, FC Spich, SV Menden, VfL Siegburg, VfR Siegburg-Zange, TSV Wolsdorf, TuS Buisdorf, Tura Hennef und Eitorf 09.

Den letzten Höhepunkt vor dem 2. Weltkrieg gab es in der Meisterschaft 1932/33. Hier sollte das letzte Spiel beim Spitzenreiter Eitorf 09 die Entscheidung um den begehrten Aufstieg bringen. Nach einem großen Spiel trennte man sich 1:1 und Lohmar blieb mit einem Punkt Rückstand Vizemeister. Erwähnenswert ist noch, dass seit Mitte der zwanziger Jahre mit einer 2. Seniorenmannschaft am Meisterschafts-Wettbewerb teilgenommen wurde.

Etwas später fügte sich auch eine Altherrenmannschaft in das Spielgeschehen ein. Damit wurde damals schon für Breitenarbeit im Ver­ein gesorgt. Nicht vergessen wollen wir, dass zu dieser Zeit schon ein Platz- und Pressewart im Verein fungierte. Herr Roland Lohmar, der älteren Generation noch in guter Erinnerung, bekleidete diese Positionen. Außerdem musste ein Verbandsschiedsrichter vom Verein gestellt werden; unser damaliges Vorstandsmitglied Heinrich Klein hat dieses Amt lange Jahre für uns ausgeübt.

Der Sportverein Lohmar legte damals nicht nur auf das sportliche Gesche­hen großen Wert, sondern hatte an kulturellerem und gesellschaftlichem Leben im Dorf wesentlichen Anteil. Auf diesem Gebiet wurde für länd­liche Verhältnisse Hervorragendes geleistet. Im Veranstaltungskalender eines Jahres standen unter anderem ein bis zwei Theateraufführungen, ja sogar namhafte Operetten auf dem Programm.

Darstellerinnen und Darsteller kamen fast ausschließlich aus den Reihen des Vereins. Die Beliebtheit dieser Veranstaltungen äußerte sich dahingehend, dass die meisten Theaterstücke auf Wunsch der Bevöl­kerung mehrmals wiederholt werden mussten.

Höhepunkte im gesellschaftlichen Vereinsleben waren auch die Karne­valssitzungen, die ausschließlich von eigenen Kräften gestaltet wurden. Darüber hinaus erwies sich das alljährliche Stiftungsfest als ein Anziehungs­punkt für jung und alt. Ende 1938 ging die schöne Zeit des sportlichen und geselligen Lebens im Verein zu Ende. Durch die damalige Entwicklung, die nicht nur unseren Verein allein traf, war eine Eigenständigkeit nicht mehr möglich.

Der zweite Weltkrieg

Durch die in unserem Lande herrschenden politischen Verhältnisse in den 30iger Jahren wurde die Vereinsarbeit derartig erschwert, dass das Vereinsleben im Jahre 1938 vorübergehend zum Stillstand kam. Unser 25 jähriges Bestehen fiel in das Kriegsjahr 1944. Das Jubiläumsfest konnte nicht gefeiert werden, weil einerseits fast alle Vereinsmitglieder ihren Kriegsdienst leisten mussten und zum andern gesellige Veranstal­tungen ohnehin verboten waren.

Das Spielgeschehen nach dem Krieg

Einleitend soll erwähnt werden, dass über die Jugendarbeit an anderer Stelle dieser Festschrift unter dem Titel «Unsere Jugend unsere Hoffnung» gesondert berichtet wird. Unsere 1. Mannschaft spielte in den folgenden Jahren mit wechselndem Erfolg in der 2. Kreisklasse. 1950/51 gelang der ersehnte Aufstieg in die 1. Kreisklasse, der wir vor dem Kriege lange Jahre angehört hatten. Diese Spielklasse war aber so stark, dass wir nach der Saison 1952/53 wieder absteigen mussten. Fünf Jahre lang blieben wir als «ewiger Zweiter» in der 2. Kreisklasse. Trotzdem konnten wir uns über verhältnismäßig hohe Besucherzahlen bei den Spielen freuen. In der Meisterschaft 1958/59 wurden wir nach einem spannenden Rennen mit dem Nachbarn SV Wahl-scheid ungeschlagener Gruppensieger und Aufsteiger.

Unsere Reserve­mannschaft konnte sich im darauffolgenden Jahre ebenfalls den Aufstieg in die 2. Kreisklasse erkämpfen. Sehr erfolgreich war unsere 1. Mann­schaft in den folgenden Jahren im Kreisklassenoberhaus. 1959/60 konnte der so wichtige Klassenerhalt gesichert werden, 1960/61 befand sich unsere 1. Vertretung schon im oberen Tabellendrittel, 1961/62 wurde der 3. Tabellenplatz erreicht und 1962/63 sowie 1963/64 konnten wir sogar Vizemeister werden. Diese aufsteigende Tendenz sollte in der Spielzeit 1964/65 ihren Höhepunkt erreichen. Buchstäblich im letzten Spiel gegen den großen Rivalen SV Bergheim holte sich unsere Mannschaft nach großem Spiel auf der Bergheimer Platzanlage vor etwa 2000 (!) Zuschauern einen 3:0 Sieg und wurde damit Meister vor Bergheim und stieg zur Bezirksklasse auf. Dieser Aufstieg wurde nicht nur von unseren Vereinsmitgliedern, sondern auch von der Ortsbevölkerung, von Ver­tretern der örtlichen Behörden, des Kreisfußballausschusses sowie den Orts- und Nachbarvereinen gebührend gefeiert.

Da zu diesem Zeitpunkt der einzige in Lohmar vorhandene Saal für die Öffentlichkeit nicht zugänglich war, stellte uns die Gemeinde auf Antrag großzügiger weise die Turnhalle an der Altenrather Straße zur Verfügung. Hier die Meistermannschaft mit ihrem Trainer, Obmann, 1. Vorsitzender und Abteilungsleiter.

Vordere Reihe von links nach rechts: Peter van Bree, Walter Oleschkowitz, Günter Geilhausen, Rudi Bindhammer, Herbert Schmitt, Lothar Höndgesberg. Hintere Reihe von links nach rechts: Willi Weppler, Heinz Furk, Joh. Bürling, Walter Schmitz, Dieter Kiel, Hans-Kurt Witte, Jos. Klein, Hans-Josef Unterstell, Erich Schmitz, Manfred Haupt, Heinrich Decker, Jobs. Postertz.

Die Spielzeit 1965/66 sollte die Bewährung in der Bezirksklasse sein. Leider hielt die Mannschaft nicht die in sie gesetzten Erwartungen und musste am Ende der Meisterschaft wieder in die Kreisklasse zurück. Hier muss gesagt werden, dass der fast sechs Jahre währende Aufstiegskampf nicht ohne Folgen geblieben war. Die Mannschaft hatte größtenteils in der gleichen Besetzung gespielt und war aus diesem Grunde physisch überfordert.

Das sollte sich auch in den nächsten drei Jahren noch bemerkbar machen. Bis in die letzten Spiele der jeweiligen Saison musste gegen den Abstieg gekämpft werden. 1966/67 war sogar ein besonderes Entscheidungsspiel gegen den VFB Troisdorf notwendig, das in Siegburg nach schwerem Kampf gewonnen wurde. 1967/68 glückte uns der Klassenerhalt ohne Entscheidungsspiel, jedoch musste unsere Reservemannschaft in die 3. Kreisklasse absteigen.

Zu Beginn der Spielzeit 1968/69 konnte wieder eine aufsteigende Ten­denz verzeichnet werden. Erstmalig wurde eine ß-Reservemannschaft zu den Meisterschaftsspielen gemeldet, die einen 9. Tabellenplatz erreichte. Unsere A-Reserve schaffte auf Anhieb den Wiederaufstieg in die 2. Kreis-klasse. Die 1. Mannschaft tat sich hingegen beim Start in die Meisterschaft recht schwer und kam dem bedrohlichen viertletzten Tabellenplatz immer näher. Erst im letzten Drittel der Spielzeit verbesserte sie sich so, dass ihr bei Abschluss der Meisterschaft noch der 7. Platz glückte.

Im Kreispokal des gleichen Jahres hatte unsere 1. Mannschaft noch mehr Erfolg. Mit Siegen über SV Leuscheid, Kölsch-Büllesbach und den Tabellen-zweiten der 1. Kreisklasse, den FV Oberkassel, brachte uns das Los gegen den führenden Landesligisten FC Spich. Nach einem packenden Spiel auf den Spicher Höhen wurde die 1. Vertretung des FC Spich mit 4:0 Toren klar unter die Verlierer geschickt. Damit waren wir unter den letzten vier Mannschaften des Siegkreises und gleichzeitig Teilnehmer an der Siegkreis-Endrunde und dem DFB-Pokal auf Mittelrhein-Ebene. Auf diesen Erfolg darf die Mannschaft und der Verein mit Recht stolz sein. Hier dürfen wir auch an die anderen Pokalbegegnungen erinnern. Lange Jahre waren wir ein gern gesehener Teilnehmer auf dem Altenrather Pokalturnier und gingen oft als Pokalsieger aus dem großen Kreis der teilnehmenden Mannschaften hervor.

Die Trainer des SV 1919 Lohmar von 1945 – 1969: Fritz Hahn, Mathias Halft, Jakob Schmitz, Hans Euler, Fritz Hahn, Peter van Bree, Adolf Jäger, Erwin Weißkircher, Peter van Bree. Letzterer führte die 1. Mannschaft zu ihren größten Erfolgen.

Bereits vor dem Kriege und die ersten Jahre nachher hatte unser Verein eine Altherrenmannschaft, die in unregelmäßigen Abständen Freund­schaftsspiele austrug. Aber nach einer gewissen Zeit ließ das Interesse der «Alten» wieder nach, so dass diese Mannschaft keinen Bestand hatte. Im November 1963 trafen sich im Margarethenhof in Lohmar eine Anzahl älterer Spieler, die nicht gern auf einen geregelten Spielbetrieb verzichten wollten. Sie spielten zunächst gegen eine Vertretung von Oberheister/Birk. Der Erfolg im ersten Spiel ermunterte sie, auch im folgenden Jahr weiter-zumachen. Aus dem Kreise dieser Spieler bildete sich eine Mannschaft, die auf allen Plätzen ein gern gesehener Partner wurde. Pokalsiege in Westhoven, Eitorf, Altenrath und Mühleip zeigten, mit welchem Erfolg unsere A. 11. Spieler ihren SV zu vertreten wissen.

Vordere Reihe von links nach rechts: Günter Brehmer, Fritz Bläß, Gerhard Nitsch, Manfred Demmig, Aldo Bros. Hintere Reihe von links nach rechts: Manfred Lichtenstein, Josef Bürling, Walter Knipp, Peter Thomas, Paul Hoffmann, Jos. Faßbender, Willi Koch, Bertram Bürling, Heinz Schäning, Friedrich Jegothka.

Obwohl der Spielerkreis mit über zwanzig Aktiven sehr groß ist, kommt ein jeder zum Einsatz, wenn es auch nicht in jedem Spiel möglich ist. Kameradschaft und Geselligkeit tragen dazu bei, dass stets ein gesundes Klima herrscht. Den Abschluss des Jahres bildet immer ein gelungener bunter Abend im Kreise der Spieler mit ihren Frauen.

Aus dem Vereinsleben

Auch die parallel mit dem aktiven Sport laufenden Arbeiten, wie die Erhaltung der Sportanlagen usw., nahmen einen breiten Raum im Vereinsleben ein. Wir müssen deshalb einige Jahre zurückgreifen, um die mar­kanten Punkte unserer Vereinsgeschichte zu schildern. Ende der 40ger Jahre wurde der Sportplatz einige Male verlegt, bis er 1951 an seine heutige Stelle kam. Schon 1948 wurde eine Baracke errich­tet, um den Spielern eine Umkleide- und Waschmöglichkeit zu bieten. Die Gemeinde Lohmar wurde in der Zwischenzeit Eigentümerin des jetzigen Sportplatzgeländes. 1952 wurde zwischen dem Sportverein und der Gemeinde ein Pachtvertrag auf 50 Jahre abgeschlossen.

Diese Maß­nahme war erforderlich, da für die Zukunft jetzt auch der Verein Anträge auf Bewilligung von Zuschüssen bei den einzelnen geldgebenden Stellen über Gemeinde, Kreis und Regierung stellen konnte. Wegen der starken Beanspruchung des Platzes mussten im selben Jahre die Strafraumflächen mit Schlacke eingedeckt werden. Im gleichen Zeitraum wurde auch zum Teil die innere Spielfeldumzäunung in Eigenleistung erstellt. Die Bemü­hungen zur Errichtung eines Sportjugendheimes hatten in den folgenden Jahren Erfolg, so dass 1955 mit dem Bau begonnen werden konnte.

Aus wirtschaftlichen Erwägungen waren in dieser Zeit Bestrebungen im Gange, den Turnverein 08 und den Sportverein 1919 zusammenzu­schließen. Die beiden Vorstände einigten sich und die Mitglieder des Turnvereins wurden in unseren Verein übernommen, der dann in «Turn-und Sportverein» umbenannt wurde, um die Aufgaben des Vereins nach außen hin deutlich zu machen. Während der Zeit der Zusammengehörigkeit konnte im Jahre 1957 unser Jugendheim fertiggestellt und in würdigem Rahmen feierlich eingeweiht werden. Um den Sportlerinnen und Sportlern bessere Möglichkeiten zur Ausübung ihres Sports zu bieten, wurde der Bau einer Turnhalle beschlossen.

Hier darf man ausnahmsweise einen Mann erwähnen, der sich in vorbildlicher Weise um das Projekt verdient machte, Johannes Postertz. Er wusste die derzeitigen Möglichkeiten zu nutzen und brachte es mit Unterstützung von Gemeinde und Amt fertig, dass zum 50jährigen Bestehen der Turnabteilung die Einweihung statt-finden konnte. Auch ein weiteres größeres Unternehmen konnte dank seiner Initiative in die Tat umgesetzt werden. 1960 wurde unser Sport-platz grundlegend erneuert. Eine neue Drainage wurde erstellt und die ganze Spielfläche mit Feinschlacke abgedeckt. Hier ist ebenfalls die Ein­satzbereitschaft von Vorstand und Aktiven besonders hervorzuheben. Aber nicht nur Freudiges war uns beschieden. Im November 1964 mussten wir unseren Ehrenvorsitzenden Paul Pfennig, der sich maßgeblich um das Vereinsgeschehen nach dem Kriege verdient gemacht hatte, zu Grabe tragen. Unser Verein hat mit ihm einen großen Freund und Förderer verloren.

Im Jahre 1965 wurde die innere Umzäunung vervollständigt und die Platzbeleuchtung erweitert. Die Spielfläche des Sportplatzes wurde im Jahr 1966 im Drei-Schichten-System mit einer abschließenden roten Fein­körnung neu aufgebaut. Durch stete Pflege von Seiten des Vereins hat sich diese Herrichtungsart aufs beste bewährt. Im Jahre 1967 konnte durch fördernde aktive und inaktive Mitglieder unseres Vereins die lang-ersehnte Gasheizung in das Jugendheim eingebaut werden. Wenig erfreu­lich war hingegen viele Jahre lang das Fehlen geeigneter Räume für Ver­anstaltungen, wodurch manche Feier bis kurz vor deren Beginn in Frage gestellt war.

Im Frühjahr 1966 lösten sich die Mitglieder der Turnabteilung von unse­rem Verein und setzten ihre Arbeit als Turnverein 1908 fort. Aus ihren Reihen aber blieben 12 Frauen im Sportverein und bildeten die Keimzelle unserer heutigen Freizeitgruppe. Es gelang dem Vorstand eine Übungs­leiterin, Frau Kath. Bleifeld, zu finden. Ihr und der Beharrlichkeit einiger Damen ist es zu danken, dass aus der Hausfrauengruppe eine Gemeinschaft wurde, die sehr bald Anklang fand und immer mehr Frauen für sich gewinnen konnte. Bei Gymnastik, Volkstanz, Ballspiel und Turnen finden die Damen einen Ausgleich für den mühsamen Alltag. Auch die Gesellig­keit trug wesentlich dazu bei, dass schon nach 3 Jahren mehr als 5-mal soviel Frauen unsere Übungsabende besuchen. Auch dies ist ein Erfolg, der sowohl unsere Damen, als auch den Verein mit Stolz erfüllen kann.

Unsere Veranstaltungen

Der Sportverein hatte vor dem Kriege schon in kultureller und gesell­schaftlicher Hinsicht Überdurchschnittliches geleistet. Nachdem der Spielbetrieb in den Herbsttagen 1945 wieder eingesetzt hatte, wollte man auch gesellschaftlich an die Vorkriegserfolge anknüpfen. Dafür war es erforderlich, einen der beiden großen Säle im Ort wieder instand zu setzen. Leider war der Saal des «Hotel zum Aggertal» mit unserem Vereinslokal kurz vor Kriegsende völlig eingeäschert worden und konnte nicht mehr aufgebaut werden. So blieb bis zum heutigen Tage nur noch der Saal des Hotels «Zur Linde» als einziger Raum für größere Veranstaltungen. Bei den Aufräumungsarbeiten des Schnitzler`schen Anwesens, das bis auf die Grundmauern abgebrannt war, halfen die Mitglieder unseres Vereins nach besten Kräften mit. Nachdem der Gaststättenbetrieb dieses Hauses wieder aufgenommen worden war, wechselte der SV 1919 im Herbst 1949 zu seinem früheren Vereinslokal über.

Neben dem alljährlichen Stiftungsfest, das stets mit sportlichen Veran­staltungen verbunden war, gelangten wieder Theaterstücke zur Auffüh­rung, die mit viel Beifall aufgenommen wurden. Leider nahm das Interesse an den Theaterabenden, durch Kino, Funk und Fernsehen beeinflusst, immer mehr ab. Dagegen haben sich die Karnevalsveranstaltungen, wie Sitzungen und Preismaskenbälle, bis heute erhalten. Seit dem Jahre 1948, in dem in unserem Ort die Karnevalsgesellschaft «Kazi» gegründet wurde, deren Mitglieder fast ausschließlich aus dem Personenkreis freudiger Sportler hervorgegangen waren, wurden für die Folgezeit die Karnevals­veranstaltungen von beiden Vereinen gemeinsam durchgeführt. Hier sollen zwei Personen besonders genannt werden: Paul Zimmermann und unser inzwischen verstorbenes Mitglied Heinrich Schwellenbach. Sie sorgten auf ihre humorvolle Art dafür, dass die Lachmuskeln der Besucher kaum zum Stillstand kamen. Auch die Teilnahme am Rosenmontagszug ist zu einer festen Einrichtung unseres Vereins geworden.

Eine Veranstaltung muss noch besonders erwähnt werden: unsere Niko­lausfeier. Zunächst wurde sie nur in kleinerem Rahmen für unsere Vereins­jugend durchgeführt. Später gelangte sie zu solch einer Beliebtheit, dass sie heute aus dem Veranstaltungskalender des Jahres nicht mehr wegzudenken ist.

Schlusswort

Wenn wir abschließend auf unser gesamtes Vereinsleben zurückblicken, kommen wir zu dem Schluss, dass sich die Vereinsarbeit in all den Jahren gelohnt hat. Die Erfolge, mögen sie auch über die Grenzen unserer Gemeinde nicht von großer Bedeutung sein, sind allen Beteiligten ein Lohn und berechtigen uns, das Jubelfest gebührend zu feiern. Unser Jubiläum soll aber zugleich ein Anlass sein, das Werk der Gründer und Verantwortlichen des Vereins, im Sinne des Sports, der Gesundheit, der Jugend und damit des Vereins fortzusetzen und zu festigen.

Bereits im Gründungsjahr 1919 interessierten sich Jugendliche an dem Kampfspiel mit dem Lederball. In der Schule wurden ab und zu Fussballspiele durchgeführt, so dass einigen Jungen dieser Sport nicht mehr fremd war. Es ergab sich, dass etliche Schuljungen dem Verein beitraten und damit halfen, den Grundstein einer für spätere Jahre sehr erfolgreichen Jugend- und Vereinsarbeit zu legen. Der Vorstand bewies damals schon die nötige Weitsicht und übertrug einem Mann die Jugendbetreuung, der gerade für die Jugendlichen besonderes Verständnis aufbrachte.

Nun darf man sich nicht vorstellen, dass zu dieser Zeit eine Staffelung nach Jahrgängen notwendig war; es spielten Jungen im Alter von 14 – 18 Jahren in einer Mannschaft. Erst später, nachdem weitere Jugend­mannschaften aufgestellt werden konnten, ergab sich zwangsweise eine Gliederung, wie wir sie heute in Form von A-, B-Jugend usw. kennen.

Wie schwer muss es in dieser Zeit gewesen sein, Sportkleidung und Fuß­ballschuhe zu erwerben. Fahrten nach auswärts wurden grundsätzlich mit dem Fahrrad unternommen, wozu sich mancher Jugendliche erst ein Rad leihen musste, oder sich von seinen Kameraden mitnehmen ließ. Aber was bedeuteten damals derartige Erschwernisse?! Sie waren da, um ge­meistert zu werden, was die ideelle Einstellung dieser Zeit besonders kennzeichnet.

So blieb es nicht aus, dass sich recht bald Erfolge einstellten. Hier müssen wir jedoch bemerken, dass die nachfolgend angegebenen Daten nur münd­lichen Überlieferungen entnommen werden konnten. Im Jahre 1920 wurde unsere Jugend mit einem 1:0 Sieg über den SSV 04 in Troisdorf Kreismeister. Schon zwei Jahre später erreichte die gleiche Mannschaft die Gruppenmeisterschaft und war damit ebenfalls Kreis­meister. Die härtesten Rivalen dieser Spielzeit waren der SSV 04 und Troisdorf 05.

In der darauffolgenden Meisterschaftsserie wurden die meisten dieser Jugendlichen in die 1. Mannschaft übernommen und sorgten dort weiter für Erfolge und Ansehen unseres Vereins. An diese beiden Erfolge konnte bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges nicht mehr angeknüpft werden. Die Gründe hierfür liegen aber nicht in einer verminderten Intensität der Jugendarbeit, sondern es lag daran, dass mit zunehmender Zahl an Vereinen auch die Konkurrenz immer grösser wurde und Meisterehren damit schwerer zu erreichen waren.

Bemerkenswert ist, dass in jenen Jahren im SV Lohmar auch Gewicht auf andere Sportarten gelegt wurde. Denken wir dabei an die vielen leicht-athletischen Wettkämpfe, die damals von der Fussballjugend besucht wurden. Hier konnten bei den Frühjahrs- und Herbstwaldläufen mehrere nennenswerte Erfolge erzielt werden, gekrönt durch die Kreismeister­schaft 1924 auf dem Platz des VFL Siegburg. Aufgrund dieses Sieges durften unsere Läufer an den Rheinbezirksmeisterschaften (auch Graf Adelmann-Gedächtnislauf genannt) im Kölner Stadion teilnehmen. Was niemand erwartet hatte, machten unsere jungen Sportler möglich; in einem Feld von über 700 Läufern erkämpften sie sich in der Mannschaftswertung den beachtlichen 3. Platz.

Leider setzte der 2. Weltkrieg einen Schlussstrich unter die Bemühungen des Vereins. Auch an dieser Stelle möchten wir der hoffnungsvollen Fuss­baller gedenken, die nicht mehr nach Hause zurückkehrten. Nach dem Kriege war man mit der Jugendarbeit fast in der gleichen Situa­tion wie bei der Gründung: die Straßenschuhe mussten zum Ärger vieler Eltern auch sonntags herhalten, für die Auswärtsfahrten gab es besten-falls ein Fahrrad für zwei Jungen und dies mitunter nur mit Vollgummi­bereifung. Als Trikots und Hosen waren nur gefärbte Uniformteile zu haben und die Bälle mussten auf recht abenteuerliche Weise beschafft werden.

Trotzdem stand 1946 wieder eine gemischte Jugendmannschaft (14 bis 18jährige) im Wettbewerb. Dank der konsequenten Jugendarbeit im Verein gelang es in den folgenden Jahren, die Abteilung immer mehr aus-zubauen. Bereits 1948/49 konnten drei Jugendmannschaften zur Meister­schaft gemeldet werden.

Auch die Erfolge blieben nicht aus. Die C-Jugend wurde im Jahre 1953 Gruppenzweiter und unterlag im Endspiel um den Kreispokal auf der Troisdorfer Heide in der Verlängerung gegen Tura Hennef mit 1:2 Toren. Gerne erinnert man sich auch an den großen Sieg der C-Jugend im gleichen Jahre, der gegen den derzeitigen Kölner Stadtmeister, den VfL 99 Köln, mit 6:0 Toren recht deutlich ausfiel. Mit der gleichen Mannschaft konnte 1955 der Kreispokal errungen werden.

Die folgenden Jahre standen im Zeichen der geburtsschwachen Jahrgänge aus der Kriegs- und Nachkriegszeit. Trotz dieser Schwierigkeit gelang es der Vereinsführung, den Jugendbetrieb weiterhin mit drei Mannschaften aufrecht zu erhalten. Auch diese Mühe machte sich «bezahlt», denn 1961/62 erspielte sich die jüngste Mannschaft, die D-Jugend, die Gruppenmeisterschaft und bezwang auf dem Platz des VfB Troisdorf den Favoriten SSV 04 im Endspiel um die Kreismeisterschaft mit 2:1 Toren. Diese Mannschaft rückte geschlossen zur C-Jugend auf und konnte zwei Jahre später erneut Gruppenmeister werden. Bei der Endrunde um die Kreismeisterschaft reichte es nur zum 3. Platz; jedoch sollte diese Mann­schaft später noch von sich reden machen.

1965/66 gelang es abermals unseren jüngsten Balltretern, der D-Jugend, Gruppenzweiter zu werden. In der Endrunde schlug sie alle Gegner aus dem Feld, doch das Endspiel um den Kreispokal kam bis heute nicht zum Austrag. In der Spielzeit 1967/68 erkämpfte sich diese Mannschaft als C-Jugend den Gruppensieg und wurde erst im Endspiel um die Kreismeisterschaft in Roleber vom FV Dollendorf mit 2:0 bezwungen. Im gleichen Jahr holte sich auch unsere A-Jugend (C-Jugend von 63/64) die Gruppenmeisterschaft nach Lohmar. In einer dramatischen Endrunde erreichte sie das Endspiel gegen den Sieger der Sondergruppe, den FV Ober­kassel. Vor einer großen Zuschauerkulisse in Siegburg an der Waldstrasse wäre beinahe der große Wurf gelungen, doch das Glück des Tüchtigen bewahrte den FV Oberkassel vor einer Niederlage; das Spiel endete 1:1. Im Wiederholungsspiel, eine Woche später an gleicher Stelle, erwiesen sich die Oberkasseler als stärker und siegten mit 4:1 Toren. Damit blieb unserer Mannschaft die Ehre eines Vizemeisters. Als Entschädigung holte sich die A-Jugend im internationalen Pfingstturnier in Neunkirchen den Pokal.

Im Jubeljahr dürfen wir wieder mit Stolz zwei Gruppenmeister vorweisen; die A- und B-Jugend nehmen an der Kreismeisterschaft teil. Erwähnt sei noch, dass wir seit zwei Jahren jeweils fünf Jugendmann­schaften zu den Meisterschaftsspielen melden konnten, in dieser Spielzeit waren es sogar sieben. Die Erkenntnis unserer Gründer, dass mit der 1. Mannschaft ein Verein steht und fällt, eine gute Jugendarbeit aber den Grundstock zu einer erfolgreichen Seniorenmannschaft bildet, hat sich in den vergangenen 50 Jahren immer wieder bewahrheitet.

In diesem Sinne wollen wir als Verein für unsere Jugend arbeiten und damit für die Zukunft bauen.